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Das unscheinbare Äußere der Johanniskirche lässt kaum vermuten, dass es sich im Kern um eines der ältesten Bauwerke der Stadt handelt. 1264 wird sie erstmals urkundlich genannt. Ihr baulicher Kern stammt aus dem 16. Jahrhundert, der Turm aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Das heutige reduzierte Erscheinungsbild erhielt sie nach einem tiefgreifenden Umbau von 1974 bis 1982. So wechselvoll und vielgestaltig wie die Geschichte dieser Kirche ist auch diejenige ihres Geläutes. Vom ursprünglichen mittelalterlichen Bestand hat sich die große Glocke erhalten, die 1475 wahrscheinlich von Nicol Hilliger in Freiberg gegossen wurde. Sie ist heute die älteste im Chemnitzer Stadtgebiet. Die dazugehörige kleine Glocke von 1485 wurde 1859 umgegossen. Die mittlere Glocke, 1663 gerissen, erfuhr 1668 einen Neuguss, wie eine wortreiche Inschrift mitteilt. 1881 erfolgte eine Neuformation des Geläutes, indem die bisherige kleine Glocke entfernt und dafür eine neue, große (Ton d’) gegossen wurde. Diese wurde nach dem Verlust im Ersten Weltkrieg 1926 durch einen Neuguss ersetzt, der jedoch bereits 1942 wieder verloren ging. Die ebenfalls abgelieferte Barockglocke kehrte zwar zurück, sprang jedoch kurze Zeit danach, so dass schließlich nur noch die Hilliger-Glocke im Einsatz war. Erst seit Februar 1982 verfügt die Johanniskirche wieder über ein vollständiges Geläut, das sich heute wie folgt präsentiert: 1) Große Glocke (Johannesglocke): Ton f’, ca. 1.000 kg, Nicol Hilliger, Freiberg, 1475 Inschrift und Zier: anno-dm • m°cccc°lxxv°inder • ere • gotis • vnde • scti • johis • ist • di • glocke • gegossen + Reliefs: Thronende Muttergottes mit Stifterfigur; vier Wappenschilde mit Handwerkssymbolen (?): Schuh, Weberschiffchen, Pflugschar, Dreschflegel Gießerzeichen: Antoniuskreuz 2) Mittlere Glocke: Ton as’, 600 kg, VEB Apoldaer Glockengießerei, 1981, Faksimileguss einer Glocke von Hans Hendel (Zwickau), 1668 Inschrift und Zier: SOLI DEO GLORIA DVRCH DAS FEWER BIN ICH GEFLOSSEN, HANS HENDELL HAT MICH GEGOSSEN IN ZWICKAV 1668 A • C •MDCLXVIII • M • NOBR: COS. JOH: GEORG: BERLICH . HÆR • IN • GEISELROELITZ •SVMPT •VX • EIVS •MARIAE-NATAE •ZSCHOPPELIÆ •FOEM • DEVOT VT •ET •POST FATA •ORE •MEO PATVLA • ET LINGUA-FERREA • AD •PRECES • ALIOS VOCARET REFVSA SVM Fries aus Akanthuspalmetten, zwei Reliefs mit geflügelten Engelsköpfchen, Gießerzeichen 3) Kleine Glocke (Johannesglocke): Ton c’’, 300 kg, VEB Apoldaer Glockengießerei, 1981 Inschrift: er musz wachsen ich aber musz abnehmen Gießerzeichen Literatur: – Steche, Richard: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. Heft 7: Amtshauptmannschaft Chemnitz. Dresden 1886. – Franke, R.: Die Parochie St. Johannis. In: Neue sächsische Kirchengalerie. Die Ephorien Chemnitz I und II. Leipzig o. J. (1902). Aufnahme: Erstes offizielles Läuten nach jahrelangem Schweigen der Glocken. 00:00 Kleine Glocke 01:07 Mittlere Glocke 02:25 Große Glocke ab 03:15 übergehend in Vollgeläut © VDMIAE, 2021. Verwendung und Veröffentlichung nur mit Genehmigung des Autors.