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Hast du auch schon darüber gestritten: Wer sollte einst zuerst sterben, deine Geliebte oder dein Geliebter - oder du? Neulich, nachts stritten meine Frau und ich: Einig waren wir uns in einem Punkt. Sterben will jeder vor dem andern, um den Schmerz nicht ertragen zu müssen, ohne einander weiterzuleben. Der Spruch "Memento mori", aus dem Lateinischen übersetzt: "Gedenke des Todes", erinnert uns seit dem Mittelalter an die Vergänglichkeit unseres irdischen Lebens. Mascha Kaléko greift im New Yorker Exil, noch während der 2. Weltkrieg in Europa Millionen Tote fordert, in "Memento" dies Grauen auf: die geliebte Familie zu überleben. Ihre Freundin Gisela Zoch-Westphal erlebte 1968, wie Mascha Kaléko mit dem Tod ihres gerade 31-jährigen Sohnes weiterleben musste: Sie konnte die für den Abend geplante Lesung in einer Züricher Buchhandlung nicht durchführen - vor Schmerz. Sie bat Gisela Zoch-Westphal zu übernehmen, die berichtete, ihre Freundin Mascha "saß wie ein Schatten neben mir". Und so wird es jedem von uns ergehen, irgendwann in unseren Leben. Vielleicht hast du es schon erlebt und weißt sehr genau, wovon Mascha Kaléko in "Memento" aus dem Jahre 1945 spricht. Mascha Kaléko MEMENTO Vor meinem eigenen Tod ist mir nicht bang, Nur vor dem Tod derer, die mir nah sind. Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind? Allein im Nebel tast ich todentlang Und laß mich willig in das Dunkel treiben. Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben. Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr; Und die es trugen, mögen mir vergeben. Bedenkt: den eigenen Tod, den stirbt man nur, Doch mit dem Tod der andern muß man leben. "Memento" aus: Mascha Kaléko: "Verse für Zeitgenossen" zuerst erschienen 1945, © für die Texte: 1958 Mascha Kaléko, 1975, 2012 Gisela Zoch-Westphal © für die Buchausgabe: 2017 dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, München Im dtv Verlag erscheint Mascha Kalékos Werk in liebevoll gestalteten Ausgaben: https://www.dtv.de/ Den fantastischen virtuellen 3D-Raum hat der Kölner Art Director Thomas Domroese exklusiv für "3001 Gedichte" gestaltet: http://thomas-domroese.de Mein Dank für die Freigabe meiner Lesung gilt den Rechteinhabern am Werk Mascha Kalékos. Memento mori - und lebe, Volker