У нас вы можете посмотреть бесплатно Schmandelekker - Dat Debbekooche-Leed (Johannes Peter Tries) или скачать в максимальном доступном качестве, видео которое было загружено на ютуб. Для загрузки выберите вариант из формы ниже:
Если кнопки скачивания не
загрузились
НАЖМИТЕ ЗДЕСЬ или обновите страницу
Если возникают проблемы со скачиванием видео, пожалуйста напишите в поддержку по адресу внизу
страницы.
Спасибо за использование сервиса ClipSaver.ru
Es gibt ein Gericht, das an der Mosel, in der Eifel und im Hunsrück alle anderen überstrahlt und das zum Symbol für gute, traditionelle Küche der Moselregion geworden ist: Der Debbekooche! b.w. ... Für den Debbekooche finden sich mindestens soviele Kochrezepte und Zubereitungsarten wie unterschiedliche Bezeichnungen und Schreibweisen. Gemeinsam ist allen Variationen, dass sie eine alte moselfränkische Tradition fortführen, nämlich zu Beginn der kalten Jahreszeit ein einfaches aber überaus schmackhaftes Kartoffelgericht zuzubereiten. Die im Raum Trier, im Saarland und in der Westpfalz gebräuchliche Bezeichnung 'Schoales bzw. Scholes, Schorles oder Schales' kommt wahrscheinlich aus dem Jiddischen und verweist auf den jüdischen Ursprung dieses Kartoffelgerichtes, das mit Rinderschmalz als koschere Kost zum Sabbat zubereitet wurde. Im moselfränkischen Sprachraum (Mosel, Eifel, Hunsrück bis in den Westerwald) setzte sich dann meist der Name 'Debbekooche' durch, weil das Gericht in einem Topf (Debbe) bzw. in einem gusseiseren Bräter zubereitet wurde. In der Eifel sagt man 'Döppekoche oder Döbbekoche', im Westerwald 'Dippekuche'. Am Mittelrhein und im Hessischen kennt man das Gericht als 'Dibbedotz'. Als Hochburg des Debbekooche gilt seit langem Koblenz, wo seit einigen Jahren im Herbst ein dreitägiges Debbekooche-Fest gefeiert wird. Der im Saarland bekannte 'Dippelappes' ist ein dem Debbekooche verwandtes Kartoffelgericht, das aber nach etwas anderem Rezept in der Pfanne bzw. Auflaufform zubereitet wird. Der Debbekooche wurde traditionell zum Martinsfest am 11. November zubereitet. Er galt an der Mosel als Essen der armen Leute, die sich keine Martinsgans leisten konnten. Die überwiegend katholischen Moselaner verwendeten Schweinespeck als Einlage anstelle von Rinderschmalz. Je nach regionalem und individuellem Brauchtum existieren viele unterschiedliche Variationen dieser Kartoffelspeise. Häufig werden als Zutaten auch Lauch, Petersilie, Mettwurst, Rauchfleisch, Schinkenspeck oder Dörrfleisch verwendet. In wichtigen Dingen des Lebens ist es von Vorteil selbständig zu sein und so habe ich mir noch in den 80er Jahren nach Verfassen dieses Liedtextes von meiner Schwiegermutter, Liesel Maringer, das Rezept besorgt, 'um selwa en Debbekooche ze mache' ... Diese einfache und wahrscheinlich ursprüngliche Variante hat in unserer Familie eine lange Tradition und erfreut sich allseits großer Beliebtheit, sodass die Begeisterung für Debbekooche bereits auf die nächste Generation übergegangen ist. Ich verwende bei der Zubereitung zur Hälfte mehlig und vorwiegend festkochende Kartoffeln, da dies zu einer etwas festeren Konsistenz führt. Die Kartoffeln zerkleinere ich mittlerweile (mit Genehmigung der Schwiegermutter) in der Küchenmaschine, nachdem ich jahrelang (mit großer Aufopferung aber voller Überzeugung) auf der Hand gerieben habe. Mit den Kartoffeln reibe ich noch einen Boskopp-Apfel in die Kartoffelmasse. Die Zwiebel zerkleinere ich mit den Toastscheiben und den Eiern mit einem Pürierstab. Dadurch verteilt sich das Aroma am besten in der Kartoffelmasse. Das Rauchfleisch schneide ich in kleine Würfel. Schließlich wird alles vermischt und reichlich mit den Gewürzzutaten abgeschmeckt. Auf das im Bräter erhitzte Öl gebe ich die Kartoffelmasse. Je nach Backofen kann die Backzeit bis zu 2 Stunden betragen. Nach der Hälfte der Backzeit entferne ich den Deckel des Bräters, damit oben eine dicke, feste braune Kruste entsteht. Zum Debbekooche essen wir traditionell selbstgemachtes Apfelmus von Boskopp-Äpfeln und meistens auch noch einen Feldsalat. Na, dann goode Hunger un loasst en eysch schmecke, dä Debbekooche ... J.P. Tries