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Tatjana Ohlig Diplom-Psychologin Rheingauer Str. 39 in 65343 Eltville Telefon: 06123-974 364 E-mail: kontakt@praxis-ohlig.de Web: www.praxis-ohlig.de Wenn ein Kind stirbt, wird oft nach dem Alter geschaut – dem Alter der Eltern und dem Alter des Kindes. Und manchmal schleicht sich die Frage ein: Ist es leichter, wenn man jünger ist? Oder wenn man älter ist? Meine Erfahrung ist: Nichts davon ist „besser“ oder „leichter“. Die Aufgaben sind einfach unterschiedlich. Wenn Sie als jüngerer Mensch ein Kind verlieren, liegt – zumindest rein rechnerisch – noch viel Lebenszeit vor Ihnen. Es gibt noch viele Gestaltungsmöglichkeiten: Beziehungen, Wohnort, beruflicher Weg, vielleicht der Wunsch nach weiteren Kindern. Gleichzeitig bedeutet das auch: All diese Schritte müssen nun mit dieser Erfahrung im Rucksack gegangen werden. Sie bauen Ihr Leben auf – mit einem Bruch in der Biografie, der sehr früh kam. Das kostet Kraft, Mut und oft auch viel Abgrenzung gegenüber Sätzen wie: „Ihr seid ja noch jung, ihr könnt ja noch…“ Wenn Sie älter sind, wenn Ihr Kind vielleicht schon erwachsen war, sieht es anders aus. Vielleicht haben Sie das Gefühl, dass hinter Ihnen mehr Lebensweg liegt als vor Ihnen. Es gibt weniger große Weichenstellungen, weniger „Neuanfänge“ im klassischen Sinn. Manchmal ist das entlastend – weil Sie nicht das Gefühl haben, noch Jahrzehnte mit diesem schweren Schicksal vor sich zu haben. Und gleichzeitig kann der Gedanke auftauchen: „Wofür jetzt noch? Was trägt mein Leben ohne mein Kind?“ Jüngere Trauernde stehen oft vor der Aufgabe, ein Leben zu gestalten, das sich völlig anders anfühlt, als sie es sich vorgestellt hatten. Ältere Trauernde stehen eher vor der Aufgabe, ein vertrautes Leben umzubauen, Abschiede neu zu sortieren und vielleicht auch die eigene Endlichkeit noch einmal anders zu spüren. Keines von beidem ist besser oder schlechter. Es sind unterschiedliche Wege durch eine Erfahrung, die für kein Alter vorgesehen ist. Wichtiger als die Frage nach dem Zeitpunkt ist: dass Ihr Schmerz ernst genommen wird – unabhängig von Ihrem Alter. Dass Sie Menschen an Ihrer Seite haben, die mit aushalten, dass dieses Schicksal Teil Ihres Lebens ist. Es wird nicht wieder so, wie es einmal war. Aber es kann, Schritt für Schritt, etwas Neues entstehen: ein Leben, in dem Ihr Kind einen Platz hat – und Sie trotzdem weitergehen dürfen. In Ihrem Tempo, mit Ihren Möglichkeiten, in Ihrem Alter.