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Uns bleibt kaum etwas anderes übrig (um die verschwindenden Arten in Deutschland zu erhalten), als die verlorenen Habitate mit technischem Gerät wieder herzugestellen. „Unberührte Natur“ hilft uns da nicht. Beides können wir nicht zurückschrauben, Wir können die Gewinn-orientierte Wirtschafts-Entwicklung nicht verhindern und schon gar nicht umkehren. Es wäre völlig wirklichkeitsfremd zu verlangen, dass die Landwirtschaft zu den Methoden der vorigen Jahrhunderte zurückkehrt oder die Industrieproduktion und der Verkehr wesentlich reduziert werden. Offenlandschaften und karg bewachsenen Erdböden können heute im Zeitalter der Eutrophierung nur durch Naturzerstörung wieder hergestellt werden. Solche Zerstörungen der Natur geschehen heute noch durch Naturkatastrophen: Stürme Überschwemmungen Brände Borkenkäfer-Befall. Aber es gibt auch die Möglichkeit, die Offenlandschaften und karg bewachsenen Bodenflächen durch menschliche Eingriffe zu erzeugen. Dafür gibt es in den letzten Jahrzehnten viele Beispiele; allerdings sind alle solche Habitate erzeugt worden ohne jede Absicht, damit bedrohte Arten zu retten. EinigeRote-Liste-Arten haben sich auf künstlich-technische hergestellten Habitaten wieder angesiedelt: auf geplante Industrieansiedlungen auf Flugplätzen auf Rohstoff-Abbau-Flächen (Braunkohle, Kies, Quarz) oder auf Militärgeländen (Truppenübungsplätze, Munitionslagerstätten). Das öffnet die Perspektive, die verlorenen Habitate für ausgesuchte Zielarten mit technischen Mitteln wieder herzustellen. Wir können die Natur nicht einfach so „blind“ schützen. Zuerst einmal müssen wir definieren: Was ist überhaupt „Habitatqualität“? „Habitatqualität lässt sich (objektiv) nur nach dem Vorkommen der dortigen Arten beurteilen und definieren“. Sonst endet alles in rein menschlichen subjektiven Wünschen und Sehnsüchten nach Wildnis und Unberührtheit. Um zu entscheiden, WIE wir ein Habitat gestalten wollen, müssen wir zunächst entscheiden, welche Zielarten wir dort erhalten wollen. Das widerspricht dem Wunsch nach „unberührter Natur“ und Wildnis; es ist aber der Weg, bestimmte Arten in Deutschland vor dem Aussterben noch zu retten: Wir müssen die verlorenen Habitate mit technischem Gerät selbst gestalten. Das ist kein Naturschutz. Es ist Habitat-Management zum Zwecke der Erhaltung oder Wiederansiedlung aussterbender Arten. Es werden Beispiele gebracht, wie verlorene Arten durch Habitat-Management wieder angesiedelt werden konnten. De Erfolgsaussichten für einen wirksamen Artenschutz sind in Deutschland jedoch gering, weil die Mehrheit der Bevölkerung nicht die Artenvielfalt will, sondern stattdessen Wald und „unberührte Natur“. Die Arten sterben, weil eine Mehrheit in der Bevölkerung sie überhaupt nicht vermisst. Die Deutschen wollen den Wald: da reichen die historischen Ursachen um mehr als 200 Jahre zurück: zu den napoleonischen Befreiungskriegen oder zur Wanderbewegung der Jugend. Während der Wald vor dem 18. Jhh. noch ein Ort der Furcht war, weil er wild und unkontrolliert war, wurde der Wald nach dem 18. Jhh. (etwa in den Landschaftsschilderungen der Grimmschen Märchen) zu einem ‚altdeutschen’ Idealbild. Der Wald wurde zum romantisches Gegenbild zu einer verkommenen Zivilisation. Die Vorstellungen der Deutschen von einer „Ursprünglichkeit“ und einer „unberührten Natur“ und „Wildnis“ haben nichts mit Wissenschaft und Ökologie zu tun und gefährden die wirklichen Grundlagen unseres erschreckenden gegenwärtigen Artenschwundes. Die Deutschen gingen wegen des Waldsterbens auf die Straße, aber sie gehen NICHT wegen des Artensterbens auf die Straße.