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Die Fastenzeit beginnt mit Lesungen, die wir nicht verstehen können, wenn wir sie lesen wie Berichte, wenn wir uns also vorstellen, dass jemand mit dem Notizblock daneben gestanden hätte, um ein Ereignis wie ein Zeitungsreporter zu dokumentieren. Wenn wir sie so lesen, müssten wir sagen: Was für ein Unfug? Das kann doch nicht stimmen. Lassen Sie uns die Texte stattdessen lesen wie Erzählungen, die eine tiefe Einsicht in die Form von Geschichten kleiden. Dann kommen wir weiter. Erste Lesung Die erste Lesung ist aus dem Buch Genesis. Das ist das erste Buch der Bibel, und wird manchmal auch das erste Buch Mose genannt. Allerdings ist im Buch Genesis von Mose noch nicht die Rede. Der kommt erst ab Buch Nummer zwei vor. Das Buch Genesis bringt am Anfang zwei sogenannte Schöpfungserzählungen. Das sind Geschichten, die tiefe Weisheit in die Form von Erzählungen vom Anfang bringen. Gemeint ist aber nicht ein historischer Anfang. Sondern es geht um Grundlegendes im Verhältnis zwischen Gott und den Menschen. Was ist Gottes Plan? Was ist Gottes Wunsch für Menschen? Und wie verhält sich der Mensch dazu? Unsere erste Lesung findet dafür die Form der Erzählung vom Sündenfall im Paradies. Diese Erzählung ist Weltliteratur, und bis heute kennt sie jeder, und auch die Versuchung ist uns nicht fremd: Warum auf Gott hören, wenn wir auf die Schlange hören können? Warum Gottes Gebote umfassen, wenn es doch so viel anderes gibt, was Orientierung verheißt? Die Erzählung vom Sündenfall erzählt also nicht etwas, das nur am Anfang war. Es passiert dauernd. Übrigens ist diese biblische Lesung auch eine Inspiration für unzählige Karikaturen. Vier davon, die ich auf Facebook gefunden habe, stelle ich im Video ein. Antwortpsalm Psalm 51 führt das Thema weiter. Hier spricht einer, der sein eigenes Versagen nicht vor sich selbst versteckt, sondern zugibt. Und gerade dieses Zugeben führt zu einer neuen Hoffnung. Denn Gott ist nicht wie Menschen. Wenn ich Menschen gegenüber einen Fehler zugebe, werden sie über mich herfallen, und ich werde vielleicht nie mehr bei ihnen eine Chance bekommen. Bei Gott ist es genau umgekehrt: Da bekomme ich meine Chance nur, und immer, wenn ich ihm gegenüber meine Schuld zugebe. Denn dann kann er mir helfen, und nimmt mich voller Liebe in seine Arme. Zweite Lesung Die zweite Lesung aus dem Römerbrief führt eine Idee aus, die die frühe Kirche sehr interessant fand. Es gab einen ersten Menschen, und mit dem begann gleich das Drama der Auflehnung gegen Gott. Dann gab es wieder einen Menschen, und der bewirkt genau das Gegenteil. Der erste Mensch hat Chaos gebracht. Der neue Mensch, Jesus, hebt das Chaos auf und schafft eine Zukunft. Es gibt eine lange und eine kürzere Fassung zur Auswahl. Für die persönliche Betrachtung lege ich Ihnen die lange Fassung ans Herz. Zum Vorlesen im Gottesdienst ist mir die lange Version ein bisschen zu kompliziert. Wenn Sie dran sind mit dem Lektorendienst, schauen Sie doch selbst, was Sie gerne lesen würden, und schlagen sie es dem Zelebranten vor. Damit werden Sie ihn verblüffen, denn damit hat er sicher nicht gerechnet. Evangelium Das Evangelium bringt das Gegenstück zur ersten Lesung. Auch hier eine Erzählung, kein Bericht. Mit den Worten einer Erzählung wird geschildert, wie Jesus drei grundlegende Probleme des Menschen überwindet: die Gier, immer mehr haben zu wollen, den Wunsch, selbst alle Grenzen überwinden zu dürfen, während alle anderen sich weiter daran halten müssen, und die Faszination der Allmächtigkeit. Die vierzig Tage haben dabei eine symbolische Bedeutung. Sie stehen für eine lange Zeit, die einem alles abverlangt. Uns erinnern sie an die vierzig Tage der Fastenzeit, die jetzt begonnen hat. Wir ringen mit diesen Versuchungen unser ganzes Leben. Die Fastenzeit ist ein Angebot, es sieben Wochen anders zu machen.