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Ein neues Passionslied aus dem Jahr 2009 und 2010, das Jesus auf dem Weg nach Golgatha begleitet und beim Passionsliederwettbewerb einen ersten Platz einnahm. Gesang: Patricia Sissenich https://patricia-sissenich.com / patricia.sissenich Arrangement & Klavier: Andreas Wiedenmann, 2021 Text: Otmar Schulz, 2009 Melodie: Andreas Brunion, 2010 Genre: Neues Geistliches Lied © VERLAG SINGENDE GEMEINDE, Wuppertal aus: • Nr. 164, in: 'Wo wir doch loben, wachsen neue Lieder - plus", Strube Verlag München, 3. Auflage 2019, VS 4111 (G) ISBN 978-3-89912-210-7 • Nr. 10, in: "EGplus". Beiheft zum Evangelischen Gesangbuch für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, 2017 ISBN 978-3-8947-7892-72017 • Nr. 17, in: "Singt Jubilate". Lieder und Gesänge für die Gemeinden der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, herausgegeben von Gunter Kennel, Wichern-Verlag, 3. Auflage 2019 ISBN 978-3-88981-446-3 * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * KOMMENTAR: Zunächst betrachtet der Dichter Otmar Schulz (* 1938) die Passion Jesus: "In einer fernen Zeit gehst du nach Golgatha, erduldest Einsamkeit, sagst selbst zum Sterben ja. Du weißt, was Leiden ist. Du weißt, was Schmerzen sind, der du mein Bruder bist, ein Mensch und Gottes Kind." Der Angesprochene, Jesus, bringe sein Leben dar, sterbe verlassen den Kreuzestod und lebe im Leiden vor, "was wirklich trägt und hält". Otmar Schulz formuliert hier in Gebet, das nachdenklich, ja staunend den Leidensweg Jesu betrachtet. Wer dieses Lied mitsingt, wird zur Beterin, zum Beter, der den Weg Jesu ans Kreuz von Golgatha meditierend mitgeht und damit die "Via dolerosa", den "Kreuzweg", ganz und gar vergegenwärtigt. Die Form des Gebetes scheint eine geeignete Weise für das Passionslied zu sein. Dogmatische Spitzenformulierungen und Lehrformeln werden vermieden. Stattdessen wird die Deutung des Todes Jesu in dem vorliegenden Lied mit einer spirituellen Haltung verknüpft. Zugleich greift es zurück auf biblische Bezüge, die teilweise erst auf den zweiten Blick deutlich werden. In der ersten Strophe wird auf die Leidensankündigungen Jesu in den synoptischen Evangelien angespielt. In der zweiten Strophe zwei findet sich ein Anklang an die "Gottesknechtslieder" des Prophetenbuches Jesaja, die zugleich christologisch gedeutet werden: „Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre“ (Jesaja 53, 4). Jesus wird in dem vorliegenden Lied auf seinem Weg hinauf nach Golgatha der Gottesknecht. Er weiß um das Leiden und die Schmerzen. Dennoch ist er bereit, diese zu tragen. In der dritten Strophe bricht die ganze Verlassenheit Jesu auf, die im Garten Gethsemane besonders deutlich wird. Nicht einmal die engsten Freunde erkennen, in welch schwerer Situation sich Jesus befindet. In der vierten Strophe spielt Schulz mit den Metaphern „draußen vor dem Tor“ und „mitten in der Welt“. Stephan Goldschmidt schreibt: "Er macht damit deutlich, dass Jesu Tod eine Bedeutung hat, die der ganzen Welt gilt". Deshalb kann in der abschließenden fünften Strophe das betrachtende Gebet zu einer Bitte werden, die sich an den bereits vom Tode Auferstandenen wendet: „Erstehe neu in mir.“ Es ist die Bitte um eine innere Erfahrbarkeit des Ostergeschehens, mit dem das Lied beschlossen wird: "Erstehe neu in mir. Erstehe jeden Tag. Erhalte mich bei dir, was immer kommen mag." Prof. Bernhard Leube formuliert es so: "die Passion wird im Präsens erzählt, also „präsentiert“". Die Geschehnisse von Jerusalem und Golgatha liegen zunächst in weiter historischer Ferne; der Graben zwischen damals und jetzt tut sich auf und wird nicht vorschnell übersprungen.. Das Lied betont gerade auch die Menschheit Christi. Es zeichnet ihn als Vorbild wie als Bruder im Leiden, einem Leiden freilich, das die Folter ausspart und vor allem das seelische Leid thematisiert. Wichtig zuletzt dennoch die individuelle Bedeutung des Geschehens im Hier und Jetzt und am Ende die Wendung hin zum Osterereignis, so dass der Weg nicht in der Passion endet, sondern über die Osternacht zum Ostermorgen führt. Im Passionsliederwettbewerb 2010 in Kurhessen-Waldeck belegte dieses Lied den ersten Platz, im neuen Wochenliedplan der Evangelischen Kirche in Deutschland steht es am Karfreitag neben „O Haupt voll Blut und Wunden“. Die Melodie von Andreas Brunion, Kantor in Neustadt/Holstein in der Lübecker Bucht, erfordert wegen des großen Tonumfangs (a - d''), der Melismen und der Intervallsprünge mit zahlreichen reinen Quarten und Quinten ein gemessenes Tempo. Die fünfte und letzte Strophe wird in der Regel mit einem auskomponierten dreifachen Amen abgeschlossen. Eine synkopische Schlusskadenz führt das Lied zu seinem theologischen und musikalischen Ziel. Text: Andreas Wiedenmann, Februar 2021