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Ehrenburg – Helmut Taber, Bürgermeister von Lana, ging in seiner Ansprache auf die Trennung der italienischen und deutschen Institutionen sowie Kindergärten ein. Diese begründete er mit autonomiepolitischen Überlegungen: Autonomie, Wohlstand und die Möglichkeit zur freien Entfaltung stünden in Zusammenhang mit der besonderen Situation als kleine deutschsprachige Minderheit von einigen hunderttausend Menschen in einem Staat mit rund 60 Millionen Einwohnern. Zu Beginn seiner Rede erinnerte Taber an die wechselvolle und oft leidvolle Geschichte Tirols. Er spannte den Bogen von den Freiheitskämpfen von 1809 über die beiden Weltkriege bis hin zu den politischen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit. Immer wieder sei es darum gegangen, Identität, Sprache, Glauben und Tradition zu verteidigen. Besonders verwies Taber auf die Freiheitskämpfer der 1960er-Jahre und nannte stellvertretend den kürzlich verstorbenen Puschtra Bui Siegfried Steger. Dieser stehe symbolisch für jene Männer und Frauen, die sich in einer schwierigen Zeit für die Rechte des Landes eingesetzt hätten. Ihr Einsatz habe wesentlich dazu beigetragen, dass junge Südtiroler heute in ihrer Muttersprache leben und ihre Traditionen bewahren könnten. Heute brauche es keine Waffen mehr, um Tirol zu verteidigen, betonte Taber. Entscheidend sei vielmehr die innere Haltung. Es gelte, autonomiepolitische Errungenschaften zu schützen, die deutsche Sprache als Grundlage der eigenen Identität zu festigen. Abschließend rief er dazu auf, Verantwortung für das Land zu übernehmen und im Gedenken an die Opfer vergangener Generationen Freiheit, Einheit und Identität Tirols zu bewahren. Hauptmann Juri Oberlechner hielt in seinem Vorwort fest, dass die hart erkämpfte Autonomie nur eine Absicherung auf Zeit war. „Einige unserer Landsleute schwenken heute Fahnen in fremden Farben, davon konnten wir uns kürzlich alle überzeugen. Das sind keine Südtiroler, sondern neue Italiener. Echte Südtiroler bleiben ihrem Volk treu und stehen zu dem, was unser Name und unsere Geschichte ausdrücken: Wir sind Tiroler.“, so Oberlechner. Pater Paul Borek zelebrierte die Heilige Messe. Eine Bläsergruppe der Musikkapelle Kiens und der Ehrenburger Männerchor gestalteten die Feier würdig mit. Die Schützenkompanie Ehrenburg legte einen Kranz nieder und ehrte die Gefallenen mit einer Ehrensalve. Eine Schützenabordnung legte am selben Tag auch in St. Sigmund beim Kriegerdenkmal einen Kranz nieder. Das Kiener Kriegerdenkmal wurde mit einem Bukett geschmückt. Verschiedene Ehrengäste, unter ihnen Bürgermeister Markus Mitterhofer, die Vizebürgermeisterin Anita Kammerer, die Gemeindereferenten und mehrere Gemeinderäte, eine Abordnung der Feuerwehr, sowie die Dorfbevölkerung waren erschienen.