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Die 8 Läuteglocken des Merseburger Doms bilden eines der bedeutendsten historischen Geläute in Deutschland. Es handelt sich um ein klanglich bemerkenswert homogenes Ensemble von unverwechselbarem Reiz. Der heutige Bestand - die ursprüngliche Glockenzahl war größer , der auf die beiden Westtürme und den dazwischen liegenden Mittelbau verteilt ist, stellt mit den gotisch-barocken Glockenstühlen, den Glockeninschriften und den Ritzzeichnungen auch ein bedeutendes Kunstdenkmal und Dokument der Liturgie und Kirchengeschichte dar. Die Beschreibungen zu den Glocken Nr. I Benedicta und Nr. II Clinsa befinden sich in den ersten beiden Teilen sowie im vierten Teil des Portraits über das Merseburger Domgeläute. Die Glocken Nr. III "Nona" und Nr. IV "Quarta" hängen im Mittelbaugiebel, wo in gotischer Zeit drei Bockstreben-Glockenstühle dicht nebeneinander aufgeschlagen wurden. In der Barockzeit wurden alle 6 Gespärre zusätzlich durch Andreaskreuze ausgesteift. 1458 gegossen, fallen die beiden Glocken durch ihre lang gezogenen, an Zuckerhutglocken erinnernden Formen auf. Es handelt sich dabei um Umgüsse, bei denen der Meister den Glocken formal ihre frühere Gestalt wiedergab, was auch im altertümlichen Klangbild seinen Ausdruck findet. Die Minuskelinschriften informieren über das Jahr des Umgusses und nennen als Stifter den Domkanoniker Heinrich Stoybe von Goch. Die "Nona" weist mehrere, infolge Korrosion kaum noch erkennbare Ritzzeichnungen auf, unter denen neben einer Kreuzigungsdarstellung noch die Darstellung des Stifters erwähnt sei, der, mit Superpelliceum und Barett ausgestattet, vor zwei Heiligen kniet. Die bei der "Quarta" gut erkennbaren Ritzzeichnungen zeigen eine Kreuzigungsgruppe und den in liturgischer Gewandung vor den Dompatronen Johannes d. T. und Laurentius knienden Stifter. Möglicherweise stammen diese sog. Fadenreliefs, die eine außergewöhnliche Qualität auszeichnet, vom Leipziger Maler Nikolaus Eisenberg, dem Urheber der berühmten Glockenritzungen der "Gloriosa" von St. Thomas zu Leipzig. Auch die übrigen Glocken befinden sich im Mittelbaugiebel. Die namenlose Glocke Nr. V von 1479 zeigt eine ausgeprägt altertümliche Form. Die Minuskelinschrift, in der das Gussdatum der Glocke angegeben ist, wird u.a. von einem Christus am Kreuz und einem Bischofskopf unterbrochen. Weitere Inschriften - von den Domglocken besitzt diese die umfangreichsten Inschriften - beziehen sich auf die Menschwerdung des Herrn. Die Glocke wird von kaum noch erkennbaren Ritzzeichnungen geschmückt. Eine Kreuzigungsgruppe ist von den Symbolen und Namen der Evangelisten umgeben. Die Glocke Nr. VI "Horaglöcklein" von 1538 ist die jüngste Glocke im Geläut. Die kleine, weitgehend schmucklose Glocke, die man in das Sammellager Ilsenburg verbracht hatte, war nach dem Ende des II. Weltkriegs nicht in das Geläut zurückgekehrt, sondern hatte sich bis zur Reparatur 2001 unbenutzt in der Westvorhalle des Doms befunden. Die Inschrift mit Jahreszahl bezieht das liturgische, zum Stundengebet gehörende Psalmodieren mit einem Vers aus Psalm 150 ein. Die schmucklose Glocke Nr. VII ist vermutlich die kleinere eines einst zusammengehörigen Zuckerhutglockenpaares, dessen größeres Exemplar im I. Weltkrieg eingeschmolzen wurde. Die kleinste Glocke Nr. VIII des Domgeläutes besitzt Bienenkorbform. Sie war einst möglicherweise für einen der beiden 1042 neu errichteten Osttürme bestimmt. Die ansonsten schmucklose Glocke erhält ihr Gepräge durch eine besonders sorgfältig ausgeführte Inschrift in römischer Capitalis ("Im Namen des Herrn. Amen"). Die für Theophilus-Glocken charakteristischen Foramina sind als zwei dreieckige Eintiefungen an der Haube angedeutet. Glocke I es´-5 Benedicta d=1.568 mm, ca. 3.000 kg um 1280/1300 gegossen (unbekannter Gießer) Südwestturm Glocke II f´-7 Clinsa d=1.312 mm, ca. 1.960 kg um 1180 gegossen (unbekannter Gießer) Nordwestturm Glocke III b´-1 Nona d=957 mm, ca. 600 kg 1458 gegossen (unbekannter Gießer) Mittelfeldgiebel Glocke IV c´´-2 Quarta d=851 mm, ca. 450 kg 1458 gegossen (unbekannter Gießer) Mittelfeldgiebel Glocke V d´´+/-0 namenlos d=825 mm, ca. 420 kg 1479 gegossen (unbekannter Gießer) Mittelfeldgiebel Glocke VI b´´-4 Hora d=460 mm, 58,6 kg 1538 gegossen (unbekannter Gießer) Mittelfeldgiebel Glocke VII über c´´´ Zuckerhutglocke d=416 mm, 58 kg Anfang 13. Jh. gegossen (unbekannter Gießer) Mittelfeldgiebel Glocke VIII ~des´´´ Bienenkorbglocke d=472 mm, 113 kg Mitte 11. Jh. gegossen (unbekannter Gießer) Mittelfeldgiebel Glocke IX fis´+1 Stundenglocke d=1.060 mm, ca. 500 kg 1474 gegossen (unbekannter Gießer) Turmhelm Glocke X nicht bestimmt Viertelglocke d=608 mm, ca. 120 kg 1722 von Peter Becker, Halle gegossen Turmhelm