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Adressaten dieses Video-Vortrags sind PsychotherapeutInnen, PsychiaterInnen, ÄrztInnen, PsychologInnen, PädagogInnen, SozialpädagogInnen & ErzieherInnen. Sie können diesen Vortrag als pdf der im Vortrag verwendeten Powerpoint-Präsentation herunterladen: https://eupehs.org/kostenlose-downloads DER KRUG GEHT SO LANGE ZUM BRUNNEN BIS ER BRICHT - Die kreative Schöpfung des Symptoms: Ein psychisches oder psychosomatisches Symptom ist nur für die willkürliche/explizite bewusste Psyche etwas, was ihr passiert und was sie nun erdulden muss. Für die autonome/implizite, nicht bewusste Psyche ist das Symptom eine kreative Schöpfung in einer Situation, die anders nicht zu meistern ist – weil eine andere Meisterung die Überlebensregel verbietet (der häufigere Fall): Konfliktmodell. Oder das Symptom muss vom Stress befreien, weil keine ausreichenden Fähigkeiten dafür vorhanden sind: Defizitmodell oder Struktur-/Entwicklungsmodell (Sulz, 2015a). Die Untersuchung der Bedingungen der Symptombildung entspricht der Funktionsanalyse als zentralem Bestandteil der Verhaltens- und Bedingungsanalyse in der Verhaltenstherapie: Das Symptom hat die implizite Funktion, den aktuellen Konflikt zu lösen bzw. über ein vorhandenes Defizit hinwegzuhelfen. Unter Berücksichtigung der Entwicklungsgeschichte, dem sich daraus ergebenden Selbst- und Weltbild, ihrer dysfunktionalen Überlebensregel und ihrer Verhaltensstereotypien sowie ihrem individuellen Dilemma und schließlich ihrer pathogenen Lebens- und Beziehungsgestaltung mit der letztlich auftretenden symptomauslösenden Situation, können wir uns die Symptombildung als Reaktionskette vorstellen: 1. Primäre Emotion 2. Primärer Handlungsimpuls 3. Antizipation negative Folgen 4. Gegensteuerndes sekundäres Gefühl 5. Vermeidendes Verhalten 6. Symptombildung. Diese Reaktionskette kann in ihren genannten Bestandteilen bei den meisten psychischen und psychosomatischen Störungen gefunden werden. Sie wirkt einerseits auf die Umwelt ein, die wiederum so reagieren kann, dass das Symptom aufrechterhalten wird. In der Regel wird das Symptom und das zu ihm gehörende Verhalten des Patienten von den Bezugspersonen mehr toleriert als die unterdrückte Primärhandlung. Die oben beschriebene Reaktionskette zum Symptom steht völlig unter dem Einfluss der dysfunktionalen Überlebensregel. Sulz (2011b) haben in einer empirischen Studie den Prozess der Symptombildung im Sinne einer Funktionsanalyse untersucht. Sie berichten: „Die empirische Untersuchung der Reaktionsschritte zum Symptom folgte der vorgegebenen Einteilung in die qualitativen Variablen Situation – primäre Emotion – primärer Handlungsimpuls – Antizipation negativer Folgen der impulsiven Handlung mit Aktivierung einer Befürchtung, die eine charakteristische Angst auslöst – sekundäres Gefühl, das durch die Antizipation ausgelöst wird – vermeidendes Verhalten – Symptombildung – Konsequenz des Symptoms, die zu dessen Aufrechterhaltung führt. Die weitere Kategorisierung erfolgte empirisch explorativ, dem Auftreten bestimmter semantischer bzw. psychologischer Inhalte folgend, ist also bereits ein Ergebnis der Untersuchung. Zwei Kategorienbildungen erfolgten Hypothesen geleitet – die Frage nach der Adäquatheit des Handlungsimpulses und die Frage nach der Bewegungsrichtung des wirklich stattfindenden Verhaltens.“ (a.a.O. S. 150). Sie stellen weiterhin fest, „dass in der das Symptom auslösenden Situation zu zwei Dritteln Zugehörigkeitsbedürfnisse (Willkommensein, Geborgenheit, Sicherheit, Liebe, Beachtung, Verständnis, Wertschätzung) frustriert werden. Am häufigsten werden Selbstwertbedürfnisse (Liebe, Beachtung, Verständnis, Wertschätzung) frustriert, gefolgt von Bindungsbedürfnissen (Willkommensein, Geborgenheit, Sicherheit). Die primäre Emotion in dieser Situation ist fast immer Wut (89 %). Entsprechend ist auch der primäre Handlungsimpuls bei 70 % der PatientInnen Angriff. Die beiden vorherrschenden Ängste sind die Angst vor Trennung und die Angst vor Liebesverlust. Bei fast der Hälfte der PatientInnen entsteht als sekundäres Gefühl, das dem Handlungsimpuls gegensteuert, Angst, Unruhe, Nervosität, Verunsicherung, Überforderung und bei einem Drittel Hilflosigkeit, Ohnmacht, sich ausgeliefert fühlen. Bei 87 Prozent der PatientInnen bleibt ein Vermeidungsverhalten, das dem primären Handlungsimpuls entgegen gerichtet ist (z. B. Rückzug, Nachgeben, Verstummen, Nähe herstellen). Bei 56 Prozent der PatientInnen resultier als Symptom Depression, bei 15 % eine Angststörung, bei 8 % Zwang und bei 7 % eine Anpassungsstörung. Literatur: Serge Sulz (2021). Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie. Serge Sulz (2022). Heilung und Wachstum der verletzten Seele. Praxisleitfaden Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie. Serge Sulz (2022) Praxismanual Mentalisierungsfördernde Verhaltenstherapie. Anleitung zur Therapiedurchführung. Alle Bücher Psychosozial-Verlag Gießen. https://www.psychosozial-verlag.de/ca...