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Ein Bereich, der vielen Menschen erst dann bewusst wird, wenn alltägliche Abläufe plötzlich nicht mehr selbstverständlich funktionieren, ist die Ergotherapie. Genau darüber spricht Dr. Andrea Morawe in einer neuen Folge von LandMEDchen mit Benjamin Nell, genannt Benni. Er arbeitet bei Soleo Anhalt und leitet dort den Bereich Ergotherapie. Die Ausbildung zur Ergotherapeutin oder zum Ergotherapeuten dauert drei Jahre. Mittlerweile besteht zusätzlich die Möglichkeit eines Studiums. Benni würde sich wünschen, dass der Einstieg in den Beruf früher praktischer gestaltet wird und nicht ausschließlich über schulisches Lernen erfolgt. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr ermöglichen Praktika erste Einblicke in unterschiedliche Arbeitsfelder. Andrea kritisiert vor allem, dass die schulische Ausbildung kostenpflichtig ist. Sie sieht hier politischen Handlungsbedarf, denn gerade junge Eltern können sich diese Ausbildung häufig nicht leisten. Eine kostenfreie Ausbildung und eine Vergütung während der Ausbildungszeit könnten den Beruf deutlich attraktiver machen und mehr Nachwuchs gewinnen. Ergotherapeut:innen sind in vielen Bereichen tätig. Dazu zählen Psychiatrien, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, ergotherapeutische Praxen, Rehazentren, Pflegeheime sowie der ambulante Pflegedienst. Durch diese Vielfalt besteht die Möglichkeit, sich auf bestimmte Schwerpunkte zu spezialisieren. Die Zusammenarbeit mit der Physiotherapie ist dabei besonders eng. Benni beschreibt Offenheit und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Fortbildung als zentrale Eigenschaften guter Ergotherapeut:innen. Andrea betont erneut, wie wichtig ein stabiles Netzwerk ist. Sie arbeitet eng mit Benni zusammen, und ihre Praxen haben bereits gemeinsame Veranstaltungen organisiert. Auch innerhalb der Ergotherapie ist eine gute Vernetzung entscheidend, um die Versorgung langfristig sicherzustellen. Viele Absolvent:innen haben nach der Ausbildung den Wunsch, sich selbstständig zu machen. Benni rät jedoch dazu, zunächst angestellt zu arbeiten, um die bürokratischen Abläufe kennenzulernen. Dokumentation, Abrechnung und das Schreiben von Berichten sind komplex und zeitaufwendig. Zudem erfolgt die Vergütung häufig erst Monate nach Abschluss der Behandlung, was ein finanzielles Risiko darstellt. Andrea zieht hier den Vergleich, da auch Ärzt:innen ihre Honorare über die KV erst mit erheblicher Verzögerung erhalten. Studien zeigen, dass es im ländlichen Raum schneller zu einer schweren Pflegebedürftigkeit kommen kann. Ursache ist dabei weniger die fehlende Wirksamkeit von Therapien, sondern vielmehr eine unzureichende Versorgung. Gleichzeitig werden Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Einschränkungen immer älter. Deshalb sind Hausbesuche wichtig, auch wenn sich einige Therapieeinrichtungen dagegen sträuben. Neben der Therapie berät Benni auch zum häuslichen Umfeld und dazu, wie dieses möglichst sicher und gesund gestaltet werden kann. Betreutes Wohnen kann dabei einen sinnvollen Übergang zwischen der eigenen Wohnung und einem Pflegeheim darstellen, wobei die Eingewöhnung für viele die größte Herausforderung ist. Andrea schätzt die Hilfsmittelempfehlungen der Ergotherapeut:innen sehr, da diese die Lebensrealität der Patient:innen oft am besten einschätzen können. Einige Leistungen der Ergotherapie sind jedoch mit Zuzahlungen verbunden. Benni und Andrea sind sich einig, dass es sinnvoller ist, frühzeitig in die eigene Gesundheit zu investieren, als später hohe Kosten für einen Pflegeheimplatz tragen zu müssen. Die Erhaltung der Selbstständigkeit ist dabei auf vielen Ebenen von großer Bedeutung. Benni wünscht sich, dass die Ergotherapie insgesamt stärker wahrgenommen wird. Dazu gehört auch, dass Ärzt:innen besser verstehen, welche Leistungen die Ergotherapie bietet. Von Kolleg:innen innerhalb des Berufs wünscht er sich mehr Transparenz gegenüber Patient:innen. Nicht jede Therapie führt zum gewünschten Erfolg, und auch das darf offen kommuniziert werden. Zudem spricht er sich klar für einen Abbau von Bürokratie aus. Die Zeit, die aktuell in Dokumentation fließt, würde er lieber direkt mit Patient:innen verbringen. Zum Abschluss gibt Benni einen Rat mit auf den Weg: Die Qualität der Behandlung ist wichtiger als die Anzahl der Patient:innen, die man versorgt. Folg Andrea auf Instagram: / andrea.morawe Zum Podcast auf YouTube: / @landmedchen Zum Podcast auf Spotify: https://open.spotify.com/show/6fSmt4E... Zum Podcast bei Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast... Kapitel: 00:00:00 Beruf Ergotherapeut 00:05:58 Eigenschaften in der Ergotherapie 00:09:11 Wege in der Ergotherapie 00:14:22 Kosten und Bürokratie 00:19:17 Weiterbildung 00:21:46 Versorgung im Ländlichen 00:27:25 Aufgabe der Ergotherapie 00:33:55 Angehörige 00:37:23 Wünsche von Benni 00:40:10 Finanzierung der Ausbildung 00:47:13 Vereinbarkeit