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Der schon im Jahr 848 erwähnte Ort Kirchdorf liegt nördlich von Bad Wörishofen nahe der A96. Der Quersattelturm der Pfarrkirche St. Stefan ist sicher schon unzähligen Durchreisenden ins Auge gefallen. Der spätgotische Kirchenbau der Zeit um 1500 - außen noch gut erkennbar am Turm und Chor - wurde Mitte des 18.Jh. durchgreifend umgestaltet. Er erhielt Rokokostuck (wohl von Eitele) und 1753 Fresken des Donauwörthers Johann Baptist Enderle, sein frühester Zyklus, dem noch etliche in der Region folgen sollten. Das zentrale Fresko im Chor zeigt die Glorie des allerheiligsten Altarsakraments, verehrt von den Figuren der Erdteile, das im Langhaus die Verteidigung des Stefanus im Tempel vor dem Hohen Rat. Seitlich davon zwei Bilder, die auf die 1623 gegründete Erzbruderschaft zum Rosenkranz hinweisen, sowie Medaillons der vier Kirchenväter. Die Altarausstattung samt Kanzel ist frühklassizistisch gegen 1800 und wird Clemens Wilhelm aus Tussenhausen zugeschrieben. Die Altarbilder malte Johann Kaspar aus Obergünzburg 1856, 1879 und 1882. Kaspar kann als einer der besten Maler im Nazarenerstil gelten. An der Südwand ist ein mit stuckiertem Baldachin und Pelikan bekröntes spätgotisches Kruzifix zu sehen, darunter eine Nachbildung des Prager Jesulein, die 1892 am Original berührt wurde. Nahe beim Hochaltar befindet sich das Gnadenbild "Maria vom Guten Rat" von Genazzano, das laut Inschrift 1763 an jenem der Augustiner in München berührt wurde. Von den Glasgemälden hat einige der berühmte Wörishofer Pfarrer Kneipp gestiftet. Die jetzige Orgel wurde 1984 von Sandtner aus Steinheim bei Dillingen gebaut. Besondere Beachtung verdient das schöne 6-stimmige Geläut. Es besitzt die Disposition c' - es' - f' - g' - b' - c''. Alle Glocken wurden 1950 von Grüninger in Straß bei Neu-Ulm in Bronze gegossen. Wie die Kirche, wurde auch das Geläut unlängst (2016) renoviert, nachdem eine schlechte Einstellung Turmschwankungen und Risse verursacht hatte. Es erhielt neue Klöppel sowie Joche und Stuhl in Holz. 1. Ton c' +5, Ø 150,7 cm, Gewicht 2270 kg. 2. Ton es' +5, Ø 126,1 cm, Gewicht 1250 kg. 3. Ton f' +5, Ø 112,1 cm, Gewicht 884 kg. 4. Ton g' +4, Ø 99,8 cm, Gewicht 606 kg. 5. Ton b' +4, Ø 82, 6 cm, Gewicht 340 kg. 6. Ton c'' +5, Ø 74,7 cm, Gewicht 250 kg. Das Vollgeläut ist jeden Freitag um 11 Uhr und Samstag um 14 Uhr zu hören. Ich danke dem Glockensachverständigen der Diözese Augsburg für die Info zu den Glocken. Aufnahme: 29.9. 2017