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Abstract Unter dem Begriff Aphasie (aus dem Griechischen a "ohne" und phásis "Sprache") versteht man eine Schädigung des menschlichen Sprachsystems, die nach abgeschlossenem Spracherwerb durch ein neurologisches Ereignis hervorgerufen wird. Eine Aphasie betrifft stets alle Modalitäten (Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben) und lässt sich anhand ihrer Leitsymptome nach Syndromen bzw. Varianten weiter subklassifizieren. Die vaskulären (= durch Hirninfarkte oder -blutungen hervorgerufenen) Aphasien werden nach der in Deutschland üblichen Aachener Syndromklassifi-kation in vier Standardsyndrome und zwei Sonderformen eingeteilt. Wobei sich die Klassifikation der Standardsyndrome in erster Linie an den Auffälligkeiten der Spontansprache orientiert. Patienten mit schwerer Broca-Aphasie sprechen in einem agrammatischen Telegrammstil. Die syntaktische Struktur der Sätze ist stark reduziert. Es werden überwiegend Inhaltswörter ohne Flektive und Funktionswörter verwendet. Fast spiegelbildlich dazu wirkt das Symptom der paragrammatischen Spontansprache bei Patienten mit Wernicke-Aphasie. In der stärksten Ausprägung des Paragrammatismus, dem semantischen Jargon, werden fast nur noch Funktionswörter und kaum Inhaltswörter verwendet. Der Satzbau ist (hyper-)komplex und es kommt zu Satzverschränkungen. Die funktionale Dichotomie Agrammatismus / Paragrammatismus findet ihre strukturelle Entsprechung auf Ebene der Neuroanatomie. Während Agrammatismus mit einer Schädigung der dritten Stirnhirnwindung einhergeht, wird Paragrammatismus mit einer Schädigung im hinteren oberen Schläfenlappen in Verbindung gebracht. Die beschriebene Struktur-Funktions-Korrelation steht vertretend für den Lokalisationsansatz der Aphasie. Durch die genaue linguistische Beschreibung gestörter Sprachfunktionen und deren neuronaler Korrelate gelingt es den "Sitz der Sprache" im Gehirn zu verorten. Der einführende Vortrag gibt erste Einblicke zu den Aphasien und zur Verortung der Sprache im Gehirn.