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00:00 Intro 00:10 Roomtour Airbnb 01:56 Beginn Sucre Walkingtour 08:46 Markt 10:58 In den Tunneln 13:37 Fussball und Schnaps 16:16 Schule und Outro Wir sitzen irgendwo in einer Hinterhofbar in Sucre. Im Fernsehen läuft der Copa Americana – Bolivien gegen Peru. Unser Guide hat uns gerade den bolivianischen Schnapps Chicha eingeschenkt, da schießt Bolivien ein Tor! Die Freude ist riesig. Die Leute springen auf, klatschen und jubeln. (Leider wird es das einzige Tor in diesem Match für Bolivien bleiben. Peru gewinnt 3-1). Die AirBnB Wohnung hat zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, eine gut ausgestattete Küche und ein großes Wohn-/Esszimmer. Sie ist sauber und relativ schön eingerichtet. Hier können wir uns die nächsten drei Nächte wohlfühlen. Die Wohnung teilen wir uns übrigens mit zwei verrückten Finnen. (Das sie ein bisschen verrückt sind, finden wir allerdings erst Abends gegen 10 Uhr raus, als die beiden beschließen, dass jetzt der perfekte Zeitpunkt wäre finnische Volksmusik auf voller Lautstärke im Wohnzimmer zu spielen und dazu zu tanzen.) Inzwischen ist es fast 14 Uhr und wir haben mal wieder Hunger. Zum Kochen haben wir gerade beide keine Geduld, das machen wir heute Abend. Also ab in ein Café das trotz Siesta offen hat. Im Condor Café werden wir fündig und nach eine gefühlten Unendlichkeit haben wir auch unsere Veggie Burger vor uns stehen. Der Grund, weshalb Hanno übrigens einen Veggie Burger isst, ist ziemlich simpel. Kurz vor dem Hungertod hatte er keine Kapazitäten mehr zu entscheiden und hat zu allem was ich vorgeschlagen habe ja gesagt. Unser Tag in Sucre Heute wollen wir erst einmal ausschlafen, nach dem uns die Finnen gestern Abend wieder mit ihrer Tanzmusik beehrt haben, ist das bitter nötig. Den morgen lassen wir ruhig angehen, aber gegen Mittag wollen wir Sucre erkunden. Condor Trekking bietet auch eine Walking Tour an, aber nach unserer gestrigen Erfahrung sind wir eher skeptisch. Noch so eine Schlaftablette als Guide muss nicht sein, aber die Stadt alleine zu durchbummeln – da bekommt man ja gar nichts richtig mit… Wir entscheiden uns ziemlich spontan dann doch noch die Führung mitzumachen. Eine sehr kluge Entscheidung, denn Luigi unser Guide ist fantastisch. (Luigi heißt eigentlich gar nicht Luigi, sieht aber aus wie der von Mario). 36 Kulturen Als erstes nimmt uns Luigi mit in eine Art Kultur Zentrum. In Bolivien gibt es 36 verschiedene Kulturen. Alle haben ihre eigene Sprache, Kleidung und Traditionen. Gemeinsam haben sie den Glauben an Pachamama und die drei Welten. Die drei Welten sind je nach Kultur unterschiedlich stark ausgeprägt. Jeder Stamm identifiziert sich mehr mit einer der drei Welten als mit den anderen beiden. Sichtbar wird es in Kunst, Handwerk und Tradition. Pachamama (Mutter Erde) ist für alle die wichtigste Göttin, sie schenkt, nährt und schützt Leben. Die Bolivianer sind zwar größtenteils katholisch, haben aber einen wunderbaren Weg gefunden die beiden Glauben miteinander zu verbinden. An Pachamama werden regelmäßig Opfergaben gemacht. Cocablätter, Alkhohol und Zucker mag sie besonders gerne. In Ritualen werden die Gaben dann verbrannt und man bittet Pachamama zum Beispiel um einen guten Job, oder eben auch dass sie auf Gott aufpasst. Manchmal wird eine Gabe aber auch eher beiläufig gemacht. Wenn man zum Beispiel ein Bier trinken geht, wird der erste Schluck auf die Erde gekippt, so dass Pachamama auch etwas davon hat. Auf dem Markt Nach dem kulturellen/spirituellen Teil wird für das leibliche Wohl gesorgt. Es geht auf den Markt. Hier gibt es in Bolivien ein sehr spannenden Brauch. Zu ihren Marktverkäuferinnen haben die Bolivianer ein sehr besonderes Verhältnis. Hat man sich einmal eine Verkäuferin, eine Casera, ausgesucht, ist es ein Unding je wieder zu einem anderen Casera zu gehen. Luigi geht sogar so weit und sagt: „Würde ich je zu einer Anderen gehen, würde die Erste wohl mein Haus niederbrennen.“ Ich glaube so schlimm ist es dann doch nicht, aber man versteht ein bisschen wie wichtig das Konzept hier ist. Übrigens, man darf seine Casera nicht gleich von Anfang an so nennen. Die Beziehung muss erst aufgebaut werden. Wenn es dann aber so weit ist, dann ist es aber auch ein Bund fürs Leben, der übrigens auch durch die Generationen weiter gereicht wird. Luigi hat seine Casera von seiner Mutter geerbt. Ein weiterer toller Brauch ist „Yapa“ oder „Yapita“. Hat man sich nun eine Casera ausgesucht und die Beziehung ist gefestigt, gehört es zum guten Ton, bei jedem Einkauf nach Yapita zu fragen. Es bedeutet so viel wie „mehr“. Denn: Elf Äpfel sind bekanntlich besser als Zehn Äpfel. Je nach dem wie viel man einkauft, bekommt man eben eine Mandarine, einen Apfel oder auch mal eine Ananas dazu geschenkt. Wie gesagt, es gehört einfach mit dazu und ist wahrscheinlich schon im Preis mit einkalkuliert. Yapita funktioniert übrigens auch bei den frischen Saftständen auf dem Markt.