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Am sechsten Sonntag lesen wir weiter aus der Bergpredigt, diesem zentralen Text unseres Glaubens. Es ist ein Text, der uns an manchen Stellen dermaßen aus dem Herzen spricht, dass es kaum zu fassen ist. Andere Stellen fordern uns heraus, weil sie im krassen Widerspruch zur Wirklichkeit unseres Lebens stehen. Hier geht es um die Frage der Geltung der jüdischen Gesetze. Jesus macht deutlich, dass er nicht kam, um das Gesetz aufzuheben. Allerdings haben wir Christen gute Gründe dafür, dass wir uns an die meisten der Gebote nicht mehr halten. Wir begründen das, indem wir sagen, Jesus habe das Gesetz erfüllt, und deshalb sei es nicht mehr relevant. Das kann man so sagen, es braucht aber eine Menge an theologischer Deutung. Der Text selbst ist, wie ich finde, nicht so klar. Mir scheint, dass es Jesus mehr darum geht, dass Menschen aufrichtig sind, als dass Gebote wörtlich eingehalten werden. Man kann die Gebote halten und trotzdem furchtbar sein. Seien Sie gespannt, was Sie vor Ort dazu in der Predigt hören. Erste Lesung Die erste Lesung kommt fast immer aus dem Alten Testament, und sie ist passend zum Evangelium ausgesucht. Das ist auch diesmal so. Tatsächlich gibt es im Alten Testament jede Menge Stellen, die inhaltlich die Bergpredigt schon anklingen lassen. Deshalb ist es auch Unfug zu sagen, das Alte Testament verkünde einen anderen Gott als das Neue Testament. Jesus steht mit seiner Verkündigung ganz klar auf den Schultern der älteren Texte. Diesmal ist die erste Lesung aus dem Buch Jesus Sirach ausgewählt. Es gehört zum Alten Testament, ist aber relativ jung. Es wurde etwa 180 Jahre vor der Geburt Jesu geschrieben. Jesus Sirach, der Verfasser des Buches, ist eine historische Person. Er wird auch Jesus, Sohn des Sirach genannt. Jesus Sirach war ein Weisheitslehrer in Jerusalem, heute würde man ihn vielleicht einen Religionsphilosophen nennen. Sein großes Thema war dies: Wie können wir Juden unseren Glauben der griechischen Kultur gegenüber plausibel machen? Wie können wir der vorherrschenden Kultur zeigen, wie viel Weisheit in unserem Glauben steckt? Zur Zeit des Jesus Sirach war das insgesamt ein wichtiges Thema. Es gibt im Alten Testament eine Reihe von Büchern, die sich mit dieser Frage beschäftigen, die sogenannten Weisheitsbücher. Dazu gehören außer Jesus Sirach auch das Buch Ijob, das Buch der Sprüche, das Buch Kohelet, das kleine Büchlein “Hohelied” und - natürlich - das Buch der Weisheit. Der Glaube der Juden galt aus der Sicht der griechischen Kultur als primitiv. Auf diesem Hintergrund versuchten Jesus Sirach und andere, den jüdischen Glauben seinen Gegnern plausibel zu machen, damit er zumindest nicht mehr ganz so fremd erscheint. Ihm war klar: Der jüdische Glaube würde von Griechen nur ernst genommen werden, wenn er auch Weisheit zu bieten hat. Wenn sich also zeigen lässt, dass das, was der jüdische Glaube lehrt, auch mit der menschlichen Vernunft nachvollzogen werden kann. Konkret macht Jesus Sirach das hier so: Er beschreibt das Leben als Wahlmöglichkeit. Du kannst wählen: Leben oder Tod, Deine Entscheidung. Leben wählen Menschen, in dem sie Gottes Gebote halten und Treue bewahren. Ich finde, das ist ein Beispiel für biblisches Karma. Unser Tun hat Auswirkungen. Wähle also weise, denn das, was Du wählst, wird das sein, was Du bekommst. Die Weisheit von Jesus Sirach ist auch für Jesus von Nazareth wichtig. Er bringt in seiner Lehre immer wieder Dinge, die wir auch schon bei seinem Namensvetter Jesus Sirach finden. Das ist auch heute so. Achten Sie mal drauf. Antwortpsalm Der passende Antwortpsalm ist ein Abschnitt aus Psalm 119. Das ist der längste Psalm der ganzen Bibel. 176 Verse lang meditiert dieser Psalm darüber, wie großartig Gottes Wort ist, wie wunderbar, wie tröstend und wie weise. Hier sind natürlich nur ein paar wenige Verse ausgewählt. Sie passen gut zur ersten Lesung und werben darum, dass Menschen ihr Leben so führen, dass es nach Gott fragt. Zweite Lesung Die zweite Lesung kommt weiter aus dem ersten Korintherbrief. Wieder können wir zwischen den Zeilen lesen, dass es etwas Stress gab zwischen Paulus und den führenden Mitgliedern der Gemeinde in Korinth. Wir wissen nicht genau, was da los war. Aber es könnte sein, dass man in Korinth dem Paulus den Vorwurf gemacht hatte, er sei geistig nicht ganz auf der Höhe. Seine Verkündigung sei irgendwie zu naiv, zu fromm, zu wenig intellektuell. Er hätte klüger reden müssen. Paulus gibt das sogar zu, aber nicht, weil er dazu nicht in der Lage gewesen wäre. Christliche Weisheit ist für ihn anders als die Weisheit der Welt, oder die Weisheit der führenden politische Klasse. Die Weisheit, die von Gott kommt, sagt er, ist so beschaffen, dass sie von den Machthabern gar nicht erkannt werden kann. Die Weisheit Gottes hängt an einem Ereignis, dass die Mächtigen für dumm und schwach halten: am Tod Jesu. Wer Jesus, den Gekreuzigten, für schwach hält, zeigt damit, dass er die Weisheit Gottes nicht verstanden hat.