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Das Dorf Baindlkirch liegt auf halbem Weg zwischen Augsburg und Fürstenfeldbruck in sanfter, beschaulicher Landschaft nahe der Glonn. Die Pfarrkirche St. Martin steht am höchsten Punkt im Ort. Ihr Sattelturm mit Schweifgiebeln aus dem 16. Jh. ist seit dem Neubau der Kirche 1808/09 etwas niedrig und überragt den Dachfirst nur wenig. Wer die Kirche betritt, wird überrascht und in Bann gezogen, da das schlichte Äußere nicht ahnen lässt, welch aufwendige, vornehme Wirkung die Raumausmalung entfaltet, ein Glanzstück frühklassizistischer Illusionistik. Hier malte der letzte Augsburger Akademiedirektor Johann Joseph Anton Huber 1810 seinen letzten großen Freskenzyklus in ungebrochener schöpferischer Brillanz. Farbenfrohe „Altarbilder“ prangen in Retabeln, die mit Schattenwürfen Plastizität vortäuschen, alles in Fresko. Die Formen finden sich teils ähnlich an früheren Altarfresken Hubers, etwa in Bergheim bei Augsburg. Die Abendmahlsszene im Chorgewölbe führt über eine Treppe untersichtig ins Bild ein. Im Langhaus dagegen ist eine sehr ungewöhnliche Thematik zu sehen: Das Himmlische Jerusalem als Vision des Evangelisten Johannes, dargestellt als quadratischer, von den Fundamenten her gesehener Tempelbau, in dem die Apostel in Bezug zu den 12 Stämmen Israels gesetzt sind. Nochmals begegnen die Apostel an den Sockeln der Pilaster als Büsten, wo sie ohne Attribute nur durch ihre Namen gekennzeichnet und als Individuen aufgefasst sind, ganz im Sinne der Aufklärung. Das gelehrte Programm geht auf den Bauherrn der Kirche zurück, Pfarrer Ignaz Lindl, der in einem Chronogramm an der Emporenbrüstung als solcher genannt ist. Während dieser wegen seines Eintretens für die Erweckungsbewegung nach Russland ins Exil gehen musste (siehe den Wikipedia-Artikel zu Lindl), erstrahlt seine Kirche noch heute in ihrer ursprünglichen Schönheit und mahnt die Besucher zur Besinnung und Andacht. Die 3 Glocken im Turm ergeben klanglich am ehesten den Durdreiklang f‘ – a‘ – c‘'. (Die mittlere Glocke schwankt ein wenig zwischen Dur- und Mollterz.) 1. Marienglocke, 1953 von Kuhn-Wolfart in Lauingen gegossen. 2. Jesus, Maria und Josef, 1922 von Hamm in Augsburg gegossen. 3. Martinsglocke, 1925 von Radler in Lauingen gegossen. Aufnahme zum Sonntagseinläuten um 14 Uhr. Ich danke der Pfarrei für Auskünfte zu den Glocken. Text: arnoldusglocke.