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Sylbitz, ein kleines, heute ca. 130 Einwohner umfassendes Dorf im Saalkreis Richtung Petersberg, ist ein Ortsteil des Ortes Wallwitz. Um 1260 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt und scheint schon damals Pfarrrecht für umliegende Orte besessen zu haben. Die Pfarrkirche Sylbitz wird damals wohl die Funktion einer 'Mutterkirche' für die umliegenden Dörfer Lettewitz und Görbitz besessen haben, wenngleich beide Dörfer auch eigene Kirchen aufweisen. Die kleine romanische Kirche von Sylbitz steht auf einer Anhöhe im Südosten des Dorfes und ist gut sichtbar. Der sie umgebende Kirchhof wird allerdings seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr genutzt, hier hat sich neben dem Eingang der Kirche noch ein Grabstein erhalten.Das rechteckige Kirchenschiff, an das sich der fast quadratische Chor sowie eine kleine, halbrunde Apsis anschließt, besitzt ebenso wie der Turm ein Satteldach, während die kleine Apsis ein Satteldach trägt. Eine Besonderheit für die Region ist, dass der Turm aufgrund des abfallenden Baugrundes nach Westen hin nicht wie sonst regionaltypisch im Westen steht, sondern sich über Chor und Sanktuatium erhebt (daher die Bezeichnung Chorturmkirche). Eine ähnliche Kirche findet sich auch in Röglitz im Kabelsketal. Die Nordseite der Kirche sowie die Apsis verfügen noch über die originalen Fensteröffnungen aus der Bauzeit, während die Südseite mit barocken Fenstern erweitert wurde. Die Schallfenster der Glockenstube sind als Biforien gestaltet. Nur noch eine Schallöffnung verfügt dabei noch über die originale Mittelsäule. 1863 wurde als Ersatz für einen älteren, verfallenen Anbau an der Nordseite Vorraum angefügt, welcher damals nicht nur als Windfang und Eingang, sondern auch als Leichenhalle diente. Bemerkenswert ist hierbei das aufwändig gestaltete Portal, mit figürlichem und floralem Dekor.Der Innenraum der Kirche präsentiert sich in äußerster Schlichtheit. Zwischen Saal und Chor findet sich ein Triumphbogen, welcher sein Gegenstück in einem etwas kleineren Apsisbogen mit anderer Profilierung findet. Aufgrund von Spuren im Mauerwerk kann davon ausgegangen werden, dass selbst diese kleine Dorfkirche einst eine Triumphkreuzgruppe besaß, was nicht häufig zu finden ist. Die Kreuzgruppe an sich ist leider verloren gegangen. Der Altar der Kirche ist bemerkenswert durch seine monolithische Sandsteinmensa mit säuberlich eingemeißelten Weihekreuzen. Darüber findet sich in der alten Fensternische der Apsis ein neues, farbig gestaltetes kleines Fenster. Reste mittelalterlicher Ausmalung waren wohl noch 1951 in der Apsis erkennbar, aber waren wohl so stark zerstört, dass stattdessen ein kompletter Neuverputz vorgenommen wurde. Wie diese Malerein aussahen, ist nicht dokumentiert worden.Die hölzerne, schlichte Kanzel mit drei in gemalter Maromierung gestalteten Brüstungsfeldern stammt aus dem 17. Jahrhundert, Sie ist bis auf sparsame Blüten mit Diamantbesatz sowie ein (nicht mehr erhaltenes) Klötzchenfries schmucklos, nur der Fuß weist eine Verzierung mit Bandelwerk auf. An die Kanzel angeschlossen ist ein (tatsächlich evangelischer) Beichtstuhl, dessen Vergitterung nur zum Teil erhalten ist. Die Empore wurde 1684 in die Kirche eingebaut. Es wird angenommen, dass die Kirche im dreißigjährigen Krieg stark gelitten hatte und deswegen von Grund auf wieder aufgebaut wurde. Bemerkenswert ist dabei auch der hölzerne Fußboden. Im Zuge des (ersten!) Orgelneubaus der Kirche 1876 wurde die Empore ein Stück nach vorne gezogen, um Platz zu schaffen. Die Orgel selbst wurde 1876 durch Wilhelm Rühlmann als Op.23 erbaut und besitzt 7 Register auf mechanischen Schleifladen. 1917 wurden die Prospektpfeifen abgegeben, und ersetzt. Als die Kirche in den 70er Jahren durch Leerstand demoliert und vandaliert wurde, war auch die Orgel in MItleidenschaft gezogen worden, einzelne Pfeifen fanden sich auf dem Kirchhof wieder. 2007-2009 wurde die Orgel durch Wolter umfassend saniert. Der massive Taufstein aus Sandstein steht möglicherweise schon seit der Erbauungszeit der Kirche dort.Im Turm der Kirche haben zwei campanologische Schätze die Zeit überdauert. Die kleine Glocke, welche über ein MIttelöhr mit sechs begleitenden Bügeln zur Aufhängung verfügt, weist an der Haube und dem oberen Korpus Merkmale der Bienenkorbglocken auf, während der untere Teil an Zuckerhutglocken gemahnt. Ihr Überleben verdankt sie zwei auf der Schulter angebrachten Abdrücken von Geldstücken, welche die Glocke damals vor Konfiszierung retteten. Es handelt sich dabei wohl um sogenannte Moritzpfennige, durch kunsthistorische Funde im Umkreis bestätigt. Diese Glocke kann auf 1200 etwa datiert werden und zählt damit zu den ältesten des Kirchenkreises. Von den zwei anderen etwa zeitgleich gegossenen Glocken hat nur eine die Zeit überdauert. Im 16. Jahrhundert gegossen, ist sie bemerkenswerterweise bis auf ein florales Fries völlig unbezeichnet.Glocke 2: um 1200, Schlagton fis'' (derzeit nicht läutbar)Glocke 1: 16. Jahrhundert, Schlagton e''Video, Audio, Text: JRorgel, 2020